Reinigungsbedarf
April 28th, 2010 by admin
Sie kennen das sicherlich - es ist Samstag und die Wohnung müsste mal wieder grundgereinigt werden. Natürlich haben Sie schon viele Stellen in der Wohnung unter der Woche gewischt und vor Allem die Toilette bereits täglich gereinigt, schon allein wegen der vielen kleinen Tierchen, der Bakterien. Die will ja möglichst jeder weit weg haben. Denn wir leben in einer Zeit, in der hoher Reinigungsbedarf herrscht. Hat man es noch zu Großmuttchenszeiten nicht so eng gesehen, wenn der Boden nicht 100% ig glänzte, das Badezimmer nicht herrlich nach Zitronenduft roch und die Küche nicht ganz nach Reinheit strahlte, so wird man heute schon allein von der Gesellschaft gerade dazu verdonnert, dass man hygienisch rein lebt. Denn zu Omas Zeiten wußte man eben noch nicht so viel von den bösen Keimen und den bitterbösen Viren, durch die man krank werden kann. Heute, in Zeiten des erhöhten Reinigungsbedarfs, putzt, schrubbt, bohnert und saugt man sich schlapp. Man kämpft fast einen halben Tag mit den unterschiedlichsten Keimen (und dabei gibt es ja gottseidank fast keine, weil wir sie ja soz. “wegrationalisieren”.) Wenn wir dann endlich unseren Reinigungsbedarf gestillt haben, sind wir matt und kaputt, unser Rücken schmerzt und wir brauchen dringend einen Masseur. Und wozu?! Weil wir unseren Reinigungsbedarf gestillt haben. Darum.
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